Die Zecke…

ist die Angst vor der Zecke berechtigt????

Jedes Jahr versetzen uns die Zecken in Angst und Schrecken. Schon im zeitigen Frühjahr lassen sie sich von Hecken und Büschen auf den arglosen Spaziergänger fallen. Meist leben sie am Waldrand im Gras und dem an die Wiese angrenzenden Gebüsch.

Zecken gehören zur Gattung der Milben und damit zu den Spinnentieren. Die meisten sind nicht einmal 0,5 Zentimeter groß. In Österreich und Deutschland sind ca 25 verschiedene Arten bekannt. Der am meisten verbreitete Zeck ist der gemeine Holzbock.

Alle Zecken sind potentielle Krankheitsüberträger! Aus diesem Grund sollte man sie vorsichtig mit einer Zeckenzange oder einer geeigneten Pinzette entfernen. Völlig falsch ist das Abtöten mit Nagellack , Kleber oder ähnlichem. Beim Abtöten ergießt sich alles Infektiöse in die Bissstelle. Die Gefahr einer Erkrankung vervielfacht sich. Bleiben beim vorsichtigen Herausziehen die Bißwerkzeuge in der Wunde, macht das nichts. Diese fallen später einfach heraus. Jetzt stellt sich die Frage: Wie werde ich diese Zecke los???

Sie lässt sich nicht ganz einfach vernichten. Zecken überleben im Wasser mindestens 2 Wochen, sie sterben nicht im Gefrierschrank , sie überleben -18 Grad. Sie müssen zerquetscht oder verbrannt werden.

Die bekanntesten durch Zeckenbiß verursachten Krankheiten sind die Borreliose und die Frühsommermeningoenzephalitis, genannt Hirnhautentzündung. Diese kann mit schweren Folgeschäden, oft sogar tödlich enden. Dagegen gibt es seit vielen Jahren eine gut verträgliche Impfung. Allerdings sind die Impfempfehlungen in Österreich und der Schweiz unterschiedlich. Am besten lässt man nach der Grundimmunisierung und weiteren 3-5 Jahren eine Titerbestimmung machen. Ist der Wert der Antikörper ausreichend hoch, dann kann man mit der Auffrischung noch warten. Für Impfgegner gibt es eine homöopathische Impfung mit einer FSME-Nosode. Diese bietet zwar keinen 100prozentigen Schutz vor der Erkrankung, der Körper verfügt dann aber über körpereigene Abwehrstoffe um den Verlauf der Krankheit abzumildern.

Es ist daher sehr wichtig, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen und die Zecke nach einem Biß schnell und sorgsam zu entfernen und die Bissstelle zu desinfizieren.

Die zweite Hauptinfektion ist die Borreliose. Es gibt keine Impfung dagegen. Am besten nimmt man vorbeugend nach einem Biss homöopathische Einzelmittel wie Ledum, Belladonna, Gelsemium oder eine Borrellien-Nosode. Eine Erkrankung zeigt sich meist erst 2 Wochen nach erfolgter Infektion. Es sind grippeähnliche Symptome und der Einsatz von Antibiotika ist unbedingt erforderlich. Haben sich die Borrellien erst einmal im Körper des Betroffenen etabliert, wird es eine langwierige Behandlung.

Immer wenn man an nicht erklärbaren Nervenschmerzen und/oder Entzündungen leidet, sollte man eine Borrellien-Infektion nicht ausschliessen. Als vorbeugende Massnahme hilft es schon, wenn man sich mit geeignetem Insektenabwehrmitteln vor dem Hinausgehen in die Natur schützt. So wird im Vorfeld schon aktiver Schutz betrieben. Wenn Sie Fragen zur vorbeugenden Behandlung von Zeckenbissen haben, kontakten Sie mich.

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