Wenn es bei mir dann mal soweit ist..

und weiter geht es mit meiner Geschichte….

Aber bis dahin wird noch viel Zeit vergehen. Noch befinde ich mich in dem „fast“ echten naturwissenschaftlichem Status. Fast bedeutet, die Homöopathie hat es mir doch schon angetan. Ich finde diese Art der Medizin sehr spannend, es fehlt mir zwar an dem Verständnis, aber es gibt da etwas, was mich fesselt. Wann immer ich homöopathisch etwas ausprobiere – natürlich nur an mir selbst – und mein Vater, der gestandene Apotheker alten Schlages, macht sich über mich lustig, zucke ich mit den Schultern und lasse ihn lästern: hahaha…wenn ich an der Rheinquelle etwas von der Arnika Tinktur in das Wasser schütte….erhalte ich an der Mündung deine homöopathische Potenz….

Nun ja, damals empfand ich eine Mischung aus Ärger und Ignoranz für seine These. Heute, gerade jetzt beim Schreiben, muß ich lächeln. So ganz im Unrecht ist er nicht gewesen?! Warum fragt sich der unbeleckte Leser jetzt: beim Potenzieren eines Mittels wird auf ganz bestimmte Art und Weise verdünnt, entweder 1:10,1:100 oder auch 1:1000. 1 Teil einer Lösung wird wieder und wieder verdünnt. Bis zur Stärke D8 ist noch von der Ursprungssubstanz vorhanden, danach bleibt „nur“ die Energie. Aber zu diesem Zeitpunkt habe ich mir darüber noch keine Gedanken gemacht. So empfand ich seine Aussage als despektierlich. Und die Energie war noch kein Thema für mich.

So fühlte ich mich nach dem Studium zwischen den Welten der klassischen Pharmazie und der Homöopathie. Zum Glück hatte ich noch nach der alten Studienordnung meine Ausbildung machen dürfen. Ich startete mit dem praktischen Teil, 2Jahre arbeiten und lernen in einer Apotheke, wöchentlich 1x am Abend Unterricht in Giessen. Der Schwerpunkt lag im anwendbaren Bereich, Pflanzenkunde, Herstellung von pharmazeutischen Präparaten, vor allem aber Rezeptur und Defektur. Rezeptur bedeutete nach Anweisung eines Arztes Salben, Säfte oder ähnliches herstellen, Defektur ist die Herstellung von Salben, Tinkturen und anderem für die Vorratshaltung im größeren Stil. Es machte wirklich Spaß. Auch wenn mir eine meiner Ausbilderinnen das Sammeln und bestimmen von Pflanzen nie besonders nahe bringen konnte. Aber auch das wird sich irgendwann im Leben ändern.

Das Studium hingegen habe ich mehr oder weniger als sinnlose Quälerei empfunden. Aus dem Grund habe ich auch diese berühmte „Nostrifizierung“ für Österreich vehement verweigert. Im Nachhinein weiß ich, daß mir diese einigen Ärger erspart hätte. Aber dazu kommen wir erst ganz am Ende der Geschichte.

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